Der Körper wird als geschlechtlicher, also weiblicher oder männlicher Körper, eingeordnet. This publication has not been reviewed yet. Die zwanghafte, auf Reproduktion unserer Kultur ausgerichtete Norm heterosexueller Zweigeschlechtlichkeit lässt keine anderen Geschlechtsidentitäten zu. Das Ziel des Feminismus ist die Erweiterung des Repräsentation der Frauen. Heute gilt das Buch als Klassiker der Queer Theory.Butler kritisiert am Feminismus, dass dieser oft fälschlicherweise Frauen als Gruppe mit gemeinsamen Merkmalen und Interessen betrachtet. Alle Abweichungen von diesem Muster erscheinen als widernatürlich und nicht denkbar. ISBN: 0231064500. Das aber setzt eine geschlechtliche Unterscheidung und heterosexuelles Begehren schon voraus. Schon unsere Sprache ist durch die männliche oder weibliche Bestimmung des Geschlechts von Substantiven gerastert und zwingt unser Denken in eine binäre Ordnung, hinter die wir nicht zurückkönnen. Das scheinbar Normale ist immer schon eine Kopie. Das 20. Die Ordnung der Geschlechter. Dagegen geht der sogenannte Differenzfeminismus von einer grundsätzlichen, angeborenen Verschiedenheit der Geschlechter aus – beispielsweise einer ausgeprägten Fürsorglichkeit und Friedfertigkeit von Frauen – und fordert eine Aufwertung der weiblichen Kultur. Im ersten Kapitel untersucht Judith Butler die Kategorie „Frau/en“ als Subjekt des Feminismus. Simone de Beauvoir hat darauf hingewiesen, dass man nicht als Frau zur Welt kommt, sondern dazu gemacht wird. Will man nun erklären, wie geschlechtliche Differenzierung und das, was Freud als männliche oder weibliche Anlage bezeichnet, entsteht, muss man einen Schritt zurückgehen und vor dem Inzestverbot ansetzen. Judith Butler. Zweigeschlechtlichkeit ist somit ebenfalls ein kulturelles und soziales Phänomen. Durch welchen Mechanismus wird das anatomische Geschlecht zur Geschlechtsidentität? Ihre jüdische Abstammung und sexuelle Vorliebe prägten sie sehr das Buch zu schreiben (vgl. Diese Matrix unterliegt, genauso wie sex und gender der Performanz, d.h. sie ist das Ergebnis ständiger Diskurse. Im Vorwort zum Beiheft beleuchtet Jeanne Burgart Goutal die Missverständnisse, die Butlers berühmte Abhandlung „Das Unbehagen der Geschlechter“ hervorgerufen hat. User Account Log in Register Help. Obwohl wir den Körper als etwas „natürliches“ betrachten wird er durch das kulturelle Denken beeinflusst. Bei der homosexuellen Identität dagegen geht nicht nur das Objekt des Begehrens (für den Jungen: der Vater) verloren, sondern das Begehren selbst wird vollständig negiert. Damit machte sie den Begriff „queer“, der lange Zeit ein Schimpfwort für Homosexuelle war, zu einem positiv besetzten politischen Kampbegriff der Schwulen- und Lesbenbewegung, die ihr Buch mit Begeisterung aufnahm. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter, S. 24-26. Volume 19 Issue 2 Julpp. Indem die Psychologie etwas Innerliches, Seelisches als Ursache erotischen Begehrens annimmt, verschleiert sie den performativen Ursprung von Geschlechtsidentität. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter. *FREE* shipping on eligible orders. 199. Aufgrund der heterosexuellen Zwangsordnung lautet die Annahme Butlers also, dass sex sowohl mit gender als auch mit desire und gender performance korrespondieren muss (vgl. 1. com. Diese Abtrennung von Frauen als eigene Gruppe gegen die Männer steht der Forderung für Gleichheit entgegen (vgl. Judith Butler in Continental Philosophy. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter. In der Nachfolge von Lévi-Strauss und Lacan gehen manche feministische Theoretikerinnen davon aus, dass es eine ursprüngliche libidinöse Vielfalt gibt, die durch die Kultur unserer Gesellschaft verdrängt wurde. Der Körper scheint dabei, genauso wie das Geschlecht, sprachlich vom Diskurs geformt zu sein. Annika Thiem – – Die Philosophin 14 By using the comment function on degruyter. Im Anschluss an ihren Bestseller Das Unbehagen der Geschlechter (Gender Trouble, 1990) präzisiert sie ihre Geschlechtertheorie in Körper von Gewicht (Bodies that matter, 1993) und Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen (Undoing Gender, 2004). Volume 15 Issue 2 Decpp. bei jdm. Nach ihrer Promotion 1984 hatte sie an verschiedenen amerikanischen Universitäten Assistenzprofessuren inne. Unser Denken ist durch den herrschenden Diskurs von der Binarität des Geschlechts, also der Zweigeschlechtlichkeit geprägt. Ersteres besagt, dass die Gesellschaft an heterosexuelle Lebensweisen fixiert ist. In den 70er Jahren hielt sie sich für ihr Studium in Heidelberg auf. Das Unbehagen Der Geschlechter Von Judith Butler Und Queer Studies Von Sabine Hark. Analyzing the Texts and Talk of Everyday Geschlechetr. This person is not on ResearchGate, or hasn't claimed this research yet. Erstens ist die Lektüre sehr anstrengend, zweitens eröffnet sie neue Fragen und Unsicherheiten. Alexander Herzberg – – Erkenntnis 3 1: Volume 10 Issue 2 Decpp. „Hinter den Äußerungen der Geschlechtsidentität (gender) liegt keine geschlechtlich bestimmte Identität (gender identity): Vielmehr wird diese Identität durch diese «Äußerungen» konstituiert, die angeblich Resultat sind.“ (Butler, Judith, 1991, 49). [make sb. Indem sie das Geschlecht (sex), die Geschlechtsidentität (gender) sowie die Kategorie Geschlecht an sich rekonstruiert, bricht sie nicht nur die Binarität von maskulin und feminin, sondern stellt mittels des Vergleichs zwischen Geschlecht ist somit keine natürliche, sondern eine politische Kategorie. Doch was bestimmt den manifesten und latenten Text der Körperpolitik? Die Sprache drückt dem Körper gewaltsam einen Stempel auf und stellt zwei Geschlechtskategorien her. Therefore we would like to draw your … D i e s f ü h r t e i n e e r z w u n g e n e h e t e r o s e x u e l l e L e b e n s w e i s e u n d Begehrensorientierung herbei (vgl. Als fest angestellte Professorin einer liberalen Universität könne sie sich parodistische Performance leisten – zur Verbesserung der sozialen und materiellen Lage unterdrückter Frauen trage sie mit ihren abstrakten, unverständlichen Theorien aber nichts bei. Die Aufgabe eines kritischen Feminismus ist es nun, zu begreifen, dass genau die Machtstrukturen, von denen es sich zu emanzipieren gilt, „die Frau“ als Kategorie überhaupt erst erschaffen haben. Piotr Graczyk – – Kronos 2 2: Volume 5 Issue 2 Decpp. [make sb. Für Wittig stellt Homosexualität also einen Akt der Subversion und des politischen Widerstands dar. Volume 10 Issue 2 Decpp. In der vorliegenden Arbeit werde ich einen Ausschnitt aus Judith Butlers Monographie Das Unbehagen der Geschlechter mit dem Aufsatz „Queer Studies“ von Sabine Hark vergleichen. Diese wird dann Aufrechterhalten, wenn es eine Kohärenz zwischen Geschlecht (sex), Geschlechtsidentität (gender), der sexuellen Praxis (gender performance) und des sexuellen Begehrens (desire) gibt. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter. Volume 2 Issue 2 Decpp. Judith Butler’s Precarious Politics: Volume 20 Issue unbwhagen Julpp. Die markierten Textstellen erscheinen hier. Geschichte des Politischen Denkens. Judith Butler hat eben jene Frage in ihrem Buch Das Unbehagen der Geschlechter zum Gegenstand gemacht. Nach Butler stellt diese Forderung schon einen Fehler dar, da die Identifizierung zu einem Geschlecht die Zugehörigkeit zu einem anderen ausschließt und man somit zur Zweigeschlechtlichkeit gezwungen wird. Tatsächlich aber dient dieses binäre Schema nur einer von ökonomischen Interessen gesteuerten reproduktiven Sexualität, die den Bestand unserer Kultur sichern soll. The work is influential in feminism, women's studies, and lesbian and gay studies, and has also enjoyed widespread popularity outside of … Der Feminismus irrt, wenn er den Anspruch vertritt, „die Frau(en)“ zu repräsentieren, und den Feind allein in Gestalt „des Mannes“ sieht. Sujets du désir: Réfexions Hégéliennes … Request removal from index. Mitunter „Körper von Gewicht. Sex wird als natürlich ausgegeben, um Machtverhältnisse schaffen zu können. Wie aber konnte sich die Heterosexualität als scheinbar natürliche „Matrix“ des Begehrens in unserer Kultur etablieren? Aus: Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter,S. Diese Unterscheidung kritisiert Butler, da man diese als natürlich und vordiskursiv ausgibt und sie nicht in Frage stellt, jedoch sind sex und gender von kulturellen und sozialen Einflüssen geprägt und somit diskursiv. : Das Unbehagen der Geschlechter, Frankfurt a. M. 1991. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter. Heutzutage gilt es als eines der Schlüsselwerke und Grundlagentexte der feministischen Theorie. Butler selbst, die für ihre Ausdrucksweise 1998 von dem Journal Philosophy and Literature den ersten Preis im Bad Writing Contest erhielt, rechtfertigte ihren Stil damit, die Kompliziertheit diene dazu, für selbstverständlich gehaltene Wahrheiten, gängige Ansichten und „Common Sense“-Phrasen infrage zu stellen. Ein menschliches Subjekt ist immer schon ein geschlechtlich bestimmtes Subjekt. Dieses wird mithilfe der Fortpflanzungsorgane, Hormone oder Sexualtriebe versucht zu beschreiben. Geschlecht im Allgemeinen erzwingt also „[…] ein künstlich binäres Verhältnis zwischen den Geschlechtern (sexes) als auch die künstliche innere Kohärenz jedes einzelnen Terms der Binarität.“ (Butler, Judith, 1991, 41). Der Versuch, den Feind in einer einzigen Gestalt zu identifizieren, ist nur ein Umkehr-Diskurs, der unkritisch die Strategie des Unterdrückens nachahmt, statt eine andere Begrifflichkeit bereitzustellen.“ (Butler, Judith, 1991, 33). Nach Beauvoir ist das universale Subjekt männlich bestimmt, während das weibliche Geschlecht immer das Andere, Besondere, Herausgehobene ist. Die deutsche Übersetzung von Kathrina Menke erschien 1991, ihr Titel spielt an auf Sigmund Freuds Schrift Das Unbehagen in der Kultur aus dem Jahr 1930. Michel Foucaultverdanken wir die Erkenntnis, dass Macht­sys­te­me die Subjekte, die sie sprachlich und politisch re­prä­sen­tie­ren, zunächst einmal diskursiv produzieren m… Feministische Forscherinnen beklagten, die Erforschung weiblicher Lebenswelten sei bislang aus männlicher Perspektive erfolgt, und entwickelten neue Methoden und Theorien. - Jede Arbeit findet Leser. Kathleen Dow Magnus – – Hypatia 21 2: History of Western Philosophy. Gegen Beauvoirs Annahme eines unwandelbaren, faktischen Geschlechts, von dem aus eine Geschlechtsidentität konstruiert wird, stellt sich Monique Wittig. Sie hatte großen Einfluss auf die feministische Philosophie und die Geschlechterforschung. Normen. Etwa zur gleichen Zeit entdecken ihre Eltern, dass die Tochter lesbisch ist und schicken sie zum Psychiater. A. Einleitung Selbst die Begriffe bi-, trans-, homosexuell weisen immer drauf hin, dass es zwei Geschlechter gibt. Schon ein Jahr später wurde es unter dem Titel «Das Unbehagen der Geschlechter» auf Deutsch veröffentlicht. Das „Unbehagen der Geschlechter“, Originaltitel „Gender Trouble“, wurde 1990 von Judith Butler veröffentlicht und 1991 von Katharina Menke in das Deutsche übersetzt. Erst kürzlich hat man begonnen, „die Frau“ als einheitliche Kategorie infrage zu stellen. Das Unbehagen Der Geschlechter Von Judith Butler Und Queer Studies Von Sabine Hark. Mit ihrer Schrift Das Unbehagen der Geschlechter stieß sie 1990 die Diskussionen um die Queer-Theorie an. Judith Butler Das Unbehagen der Geschlechter Aus dem Amerikanischen von Kathrina Menke Suhrkamp Das Unbehagen der Geschlechter. Es gibt keine Sexualität außerhalb der Macht, denn der Diskurs über Sexualität ist immer schon von Machtbeziehungen durchzogen: Sexualität und Macht sind deckungsgleich. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter; Claudia Schoppmann, Nationalsozialistische Sexualpolitik und weibliche Homosexualität; Katharina Fietze, Spiegel der Vernunft. Columbia University Press, 1987. N'hésitez pas à le dire ! Theorien zum Menschsein der Frau in der Anthropologie des 15. Das Unbehagen der Geschlechter. Mona Singer – – Die Philosophin 4 7: Added to PP index Total downloads 14of 2, Recent downloads 6 months 1of 2, How can I increase my downloads? Der Feminismus muss sich von dieser Binarität befreien und sich anderen Identitäten öffnen. Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin, der Politikwissenschaftlerin Wendy Brown, mit der sie einen Sohn großgezogen hat, lebt Judith Butler in Kalifornien. Wenn es um die Themen „Sexismus“ oder neuerdings „gender“ geht, ist an ihr und ihrem Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ kein vorbeikommen. Heimlieferung oder in Filiale: Das Unbehagen der Geschlechter (Gender Studies. Im Jahr 1990 veröffentlichte Judith Butler ihr (nach ihrer Dissertation) erstes und bis heute bekanntestes Buch: Das Unbehagen der Geschlechter. Käthe Trettin, Neuerscheinungen: Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter – PhilPapers. feel uneasy or embarrassed] bei jdm. Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter. Part it contact sheehan getalyric. Die Unterscheidung zwischen sex und gender wurde erst einige Jahre vorher eingeführt, um die Kategorie „Geschlechter“ erweitern zu können. Das Buch besteht aus einer Einleitung, drei theoretischen Kapiteln und einer Schlussfolgerung, die sich praktisch anwenden lassen soll. Volume 18 Issue 1 Augpp. Schon bald aber stieß das neue Forschungsgebiet an seine Grenzen. Judith Butler. Der Körper wird demnach als etwas natürliches angesehen, obwohl es sich um eine erzwungene Materialisierung handelt. Butler – Das Unbehagen der Geschlechter Teil I. Es wurde im März 1990 veröffentlicht; die erste deutschsprachige Ausgabe brachte der Suhrkamp Verlang im … Nous ne savons pas si cet article sera à nouveau en stock, ni à quelle date. Unter Queer Studies wird eine Wissenschaft verstanden, die sich kritisch mit Identitäten aussetzt. Mit ihrem enorm erfolgreichen Buch legte de Beauvoir das Fundament für eine mächtige neue Frauenbewegung und für den sogenannten Gleichheitsfeminismus. Als Tochter praktizierender Juden besucht sie eine jüdische Schule und lernt Hebräisch. Die Geschlechtsidentität ergibt sich nämlich entgegen allen hartnäckigen Vorurteilen nicht aus dem anatomischen, sozusagen biologischen Geschlecht eines Menschen, sondern sie ist eine rein kulturelle Konstruktion. (aus: »Undoing Gender«, 2004; freie Übersetzung: »Sehr männliche und weibliche Rollen sind nicht biologisch fest, sondern sozial konstruiert.«) Die Begriffe „Mann“ und „männlich“ können sich auch auf einen weiblichen Körper beziehen, so wie „Frau“ und „weiblich“ auch einen männlichen Körper bezeichnen können. Subjects of Desire: Hegelian Reflections in Twentieth-Century France. Butler , Judith, 1991, 19f.). Request removal from index. D. Zukunft Nach Julia Kristeva gibt es ein primäres weibliches Prinzip, das durch ein unsere gesamte Kultur und Sprache strukturierendes Ordnungsprinzip verdrängt wurde. Heute: Judith Butler. Volume 7 Issue 2 Decpp. Diese Auflösung hat eine Entnaturalisierung des Biologischen zur Folge. Request removal from index. Nach einem Jahr an der Universität Heidelberg unterrichtet sie unter anderem an der George-Washington-Universität in Washington und an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, ehe sie einem Ruf an die kalifornische Berkeley-Universität folgt, wo sie seit 1993 als Professorin für Rhetorik und vergleichende Literaturwissenschaft tätig ist. Dt. In diesem Zusammenhang konzentriert sich Das Unbehagen der Geschlechter speziell auf die Analyse bestimmter Annahmen über Geschlecht, insbesondere derjenigen, dass das körperliche Geschlecht eine Naturgegebenheit sei, die das Sein der Individuen präformiert. Die Autorin setzt sich mit feministischen und psychologischen Theorien auseinander, deren Kenntnis sie voraussetzt. Vater und Tochter eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung der Geschlechtsidentität. Butler 1990, 38f.). Das Kind wird dann schon von der Geschlechterordnung gekennzeichnet. Das Geschlecht ist dabei sprachlich geformt und sorgt für eine immer wiederkehrende heterosexuelle Zwangsordnung.